1980 - 1989

Durch ständigen Zugang von jungen Nachwuchsbläsern konnte das Orchester nahezu ohne Qualitätsverluste verjüngt werden. Im Jahr 1980 schied Kurt Liebau † aus gesundheitlichen Gründen als musikalischer Leiter aus. Die Direktion übernahm von da an Otto Weber , der jahrelang erster Flügelhornist im Orchester war und sich im Rahmen der Weiterbildung zum "Leiter des künstlerischen Volksschaffens" auf dem Gebiet der Blasmusik qualifizierte.


In diesem Jahr trat das Orchester 1981 anläßlich des X. Parteitages der SED in Berlin auf. Auch danach wuchsen die Anforderungen ständig. Daher wurden zusätzlich - zu den in den 1970er Jahren entstandenen Orchesterformationen - zwei Bläsergruppen und eine Instrumentalgruppe gebildet. Seine Heimstätte hatte des Ensembles bis zur Wende im Kulturhaus "Völkerfreundschaft" der Keramischen Werke Hermsdorf. Durch die zwangsläufig entstandene Neuorientierung des gesamten Ensemble und des Nachwuchses erfolgte die Gründung eines Pionier- und Nachwuchsorchesters.

Zu den 20. Arbeiterfestspielen im Bezirk Gera 1984 konnte das Orchester die Einstufung "Sonderstufe" verteidigen. Zu den Arbeiterfestspielen konnte nicht das gesamte Orchester teilnehmen, es wurde hier durch eine Instrumentalgruppe "Ensemble der Werktätigen" vertreten. Auch diese Gruppe konnte eine Goldmedaille für das Orchester erringen. Nich nur diese "großen" Auftritte zählten in den 1980-er Jahren zu den Aufgaben des Orchesters. So wurden regelmäßig - schon seit den 1970-er Jahren - Konzerte im Kurpark Bad Klosterlausnitz gegeben, zu Umzügen, Maibaumsetzen und verschiedenen Festen gespielt.


Nicht nur im nahen Umkreis machte sich das Orchester vom Kombinat VEB Keramische Werke Hermsdorf einen Namen. Zum Beispiel erfolgte ein Auftritt des Klankörpers im Kulturaustausch zwischen der DDR und der Sozialistischen Republik Rumänien. Vom 19. bis 29. Mai 1985 gastierte das Orchester im Partnerbezirk Timisora. Auch hier wurde das Orchester zu den Konzerten begeistert empfangen.