1960 - 1971

Auf Grund der vielen Aufgaben, die das Orchester zu bewältigen hatte, wurde 1962 Kurt Liebau als hauptamtlicher Orchesterleiter eingesetzt. Durch sein konsequentes Auftreten profilierte sich das Orchester und spielte nun ausschließlich Blasmusik. Jetzt zeigten sich auch die ersten wesentlichen Erfolge. Das Orchester wurde "Ausgezeichnetes Volkskunstkollektiv der DDR". Dies war natürlich auch ein Ergebnis kontinuierlicher, harter und zielgerichteter Probenarbeit.
Das Orchester bekam nunmehr vielseitige Aufgaben in allen musikalischen Bereichen des Betriebes, im Kreis und darüber hinaus übertragen. Aus dem bestehenden Orchester bildete sich jetzt ein Blas- und Tanzorchester, zwei Instrumentalgruppen, eine Salonbesetzung und zwei Tanzmusik-Combos heraus.


Zu dieser Leistungssteigerung kam es auch durch die Unterstützung durch Berufsmusiker der Bühnen der Stadt Gera. Zwischen dem Orchester und den Musikern des Geraer Theaters wurde ein Patenschaftsvertrag abgeschlossen. Da zur damaligen Zeit die Musikschulen des Kreises keine Blasmusiker ausbildeten, war der Schwerpunkt des Patenschaftsvertrages die Ausbildung des Nachwuchses. Außerdem leisteten verschiedene Komponisten aus Gera eine unentbehrliche Hilfe bei der Einstudierung von Auftragswerken, neuer, moderner Blasmusik und der Pflege des kulturellen Erbes.


Im Ergebnis der Zusammenarbeit mit den Komponisten aus Gera und dem Patenschaftsvertrag mit den Musikern der Bühnen der Stadt Geraer konnte das Orchester 1965 zum ersten Mal an den 7. Arbeiterfestspielen teilnehmen. Von da an erfolgte die Teilnahme an den Arbeiterfestspielen regelmäßig. Zu den 13. Arbeiterfestspielen, die 1971 in Leipzig durchgeführt wurden, errang das Orchester eine Goldmedaille.